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Gipskarton verarbeiten, Gipskartonplatten spachteln
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Handwerk | Rigips / Gipskarton
Gipskarton spachteln
Spachteln von Gipskartonplatten

Tipp:
Gipsspachtel nicht mit einem "normalen" Excenterschleifer schleifen. Gipsstaub schädigt die Kupferspulen des Motors. Entweder man nimmt einen mit abgeschirmtem Motor oder idealerweise einen druckluftbetriebenen Schwingschleifer.
Mit Gipskarton verkleidete Wand
Bild 1
Sind die Gipskartonplatten auf der Unterkonstruktion verschraubt bzw. auf das Mauerwerk geklebt geht es an das Spachteln der Schraubenlöcher und der Stöße zwischen den Gipskartonplatten.
Das Spachteln erfordert etwas Übung, handwerkliches Geschick und eine Menge Zeit. Je sorgsamer die einzelnen Spachtelschichten ausgeführt werden, desto weniger Zeit muß man später damit verbringen den Spachtel wieder abzuschleifen. Gespachtelt wird in mehreren Arbeitsgängen: 1. Erste Schicht Spachtel, 2. Zwischenschliff, 3. Zweite Schicht Spachtel, 4. Schliff mit 120 ger Schleifpapier und wenn man Pech hat oder unsauber gearbeitet hat muß man das Ganze dann noch mal machen.
Spachtel mit der Glättkelle auftragen
Bild 2
Spachtelmasse in die Fugen drücken
Bild 3
Zunächst wird die Spachtelmasse cremig angerührt. Das Pulver wird in das Wasser eingerührt - nachträgliches Hinzufügen von Wasser kann zu Klumpenbildung führen.
Wie auf den Bilder 2 - 6 zu sehen wird die Spachtelmasse mit der Glättkelle aufgebracht und abgezogen.

Spachtelmasse mit der Glättkelle abziehen
Bild 4

Fugen bei Gipskarton spachteln
Bild 5
Für Ecken und Kanten kann man auch kleinere Spachtel nehmen. Bei der ersten Trocknung zieht der Spachtel etwas in die Fugen an den Plattenstößen ein. Ist die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet werden "Nasen" oder andere Unsauberkeiten mit Schleifpapier (120 ger) abgeschliffen.
Rigipsplatten spachteln
Bild 6
Für diese Arbeit kann man gut einen Excenterschleifer benutzen (siehe Tipp). Dann erfolgt der zweite Spachtelgang. Nach der Trocknung können hier ebenfalls kleine Unebenheiten mit Schleifpapier abgeschliffen werden. Soll die Wand tapeziert werden, müsste die Oberfläche jetzt eben genug sein. Nach einer Grundierung kann die Tapete angeklebt werden. Soll die Wand gestrichen werden könnte eine dritte Schicht Spachtel notwendig sein. Nachdem die Fläche absolut eben ist wird eine handelsübliche Lasur aufgetragen. Dann kann mit Dispersionsfarbe (ggf. mit einem Zusatz aus verschiedenen Sanden, die eine putzähnliche Oberfläche entstehen lassen) gestrichen werden.
Decke und Wände sind gespachtelt
Bild 7
Die Platten sind gespachtelt
Bild 8

 
Glättkelle
Schleifpapier
Excenterschleifer

Buchtipp zum Thema:
Das Trockenbau Handbuch
Bücher für Heimwerker
letzte Aktualisierung: 01.01.2011