Bauantrag für die Renovierung eines Fachwerkhauses stellen
Vor dem Start der Renovierungsarbeiten am Fachwerkhaus war die Baugenehmigung einzuholen.

Vorbereitungen für den Bauantrag
Zur Vorbereitung des Bauantrages musste zunächst der Bestand aufgenommen werden. Das ist bei einem Fachwerkhaus etwas komplizierter als bei einem gemauerten Haus. Für den Statiker waren sämtliche Ständer, Deckenbalken, Sparren etc. einzeln mit den genauen Dimensionen aufzunehmen. Man hat also nicht nur den Grundriss und die Höhen zu vermessen.
Zudem muss man sich festlegen, wie der Wandaufbau sein soll um einen Wärmeschutznachweis führen zu können. Die Dämmung der Außenwand bei einem Fachwerkhaus ist schon etwas anspruchsvoller, da man gute Dämmeigenschaften haben will aber auch unbedingt darauf achten muss, dass das Fachwerk später nicht durch Feuchtigkeit geschädigt wird.
Planung der Räume in einem Fachwerkhaus
Bei einem Fachwerkhaus ist schon weitgehend klar, welche Grundstruktur in jedem Fall erhalten bleiben muss. Diese ist durch die Position der Fachwerkwände, die in der Summe dafür sorgen, dass das Haus auch stehen bleibt, festgelegt.

Bauantrag, Statik und Entwässerungsantrag
Nachdem wir die Räume festgelegt hatten (das hat wirklich etwas gedauert) konnte der Bauantrag von einem Architekturbüro erstellt werden. Zu diesem gehört auch ein Standsicherheitsnachweis. Ein Statiker hat diesen erstellt. Die Dimensionen der Sparren entsprachen natürlich nicht mehr heutigen Anforderungen und mussten entsprechend verstärkt werden.
Ebenfalls von entscheidender Bedeutung für die Möglichkeit der Renovierung des alten Fachwerkhauses war die Genehmigung des Entwässerungsantrages.
Da das Fachwerkhaus im Außenbereich liegt wurde eine 3-Kammer-Kläranlage mit Untergrundverieselung beantragt und genehmigt. Zum Glück ist das Grundstück groß genug um die Untergrundverrieselung auf diesem herstellen zu können.
Hausanschlüsse (Strom, Gas und Wasser)
Eine der Entscheidenden Bedingungen, das alte Fachwerkhaus renovieren zu können war das Vorhandensein von Versorgungsanschlüssen bzw. die Möglichkeit diese herzustellen. Ein Hausanschluss für Strom war vorhanden. Glücklicherweise wurde die Stromleitung, die zunächst überirdisch zum Haus ging, in die Erde verlegt. Da konnten Wasser, Gas und Telefon gleich mit verlegt werden. Parallel zur Baugenehmigung konnten wir schon mal die Baustelle einrichten. In unserem Fall bedeutete das, dass wir es uns für mehrere Jahre einrichten mussten.

