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Stromversorger wechseln
April 2011. Nun ist es soweit. Eigendlich zu klassischen Wechselmuffel zählend haben wir uns nun entschlossen den Energieversorger zu wechseln. Normalerweise hätte ein einfacher Preisvergleich schon ausreichen müssen - aber irgendwie waren wir bisher wohl eher zu bequem. Zudem mussten wir uns erstmal bei Tarifen zurechtfinden. Auf dieser Seite möchte ich beschreiben wie wir unseren Stromversorger gewechselt haben. Ich werde vom Verlauf des Wechsels und von unseren Erfahrungen berichten die wir mit dem Wechsel des Stromversorgers gemacht haben. Die Beschreibungen sind chronologisch und heute (04.04.2011) weiß ich noch nicht wie`s ausgeht. |
Wichtige Grunddaten:
Jährlicher Stromverbrauch
| Jahr |
kw/h |
| 2001 |
3615 |
| 2002 |
3363 |
| 2003 |
4191 |
| 2004 |
4689 |
| 2005 |
4608 |
| 2006 |
3727 |
| 2007 |
3529 |
| 2008 |
3612 |
| 2009 |
3795 |
| 2010 |
3892 |
Neben der richtigen Wahl des Stromversorgers hat man aber noch weiteren Einfluss. Energie sparen.
Wir haben auf einiegen Seiten ein paar Tipps für`s Energiesparen im Haushalt |
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Ausgangslage:
Die Strompreiserhöhungen unseres bisherigen Stromliefereranten waren bisher zwar sehr ärgerlich, haben aber nicht zu einem Wechsel geführt. Erst die erschreckenden Eindrücke aus Japan haben zunächst zu Appellen an Politik und Erzeuger, dann aber auch zur Einsicht der Handlungsnotwendigkeit geführt. Beim Wechsel des Stromversorgers geht es uns also nicht primär darum einen möglichst günstigen Preis zu erzielen. Es oll ein Anbieter gewählt werden, der auf Kernkraft verzichtet. Ohne an dieser Stelle eine ausführliche Debatte führen zu wollen, möchte ich einige, aus meiner Sicht überzeugende Argumente beschreiben.
Bilder aus Japan zeigten bisher die verheerenden Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunamis in Japan. Bei allem Unglück sind aus meiner Sicht bewunderswerte Menschen dabei Trümmer aus dem Weg zu räumen und einen neuen Anfang zu wagen. Ein solcher Anfang ist nach Naturkatastrophen sehr schwer - aber möglich. In der Umgebung von Fukushima wird das auf absehbare Zeit nicht der Fall sein. Keine Naturkatastrophe hat auf so lange Zeit solche verheerenden Auswirkungen wie der von Menschen gemachte Unfall in einem Atomkraftwerk. In diesem Zusammenhang von einem Restrisiko zu sprechen scheint gradezu grotesk.
Eine Anmerkung zum Argument: "die anderen, z.B. Frankreich machen das ja auch!" - Die Frage ist doch vielmehr wer die Verantwortung bei Eintritt des Risikos übernimmt. Wer haftet? ...
Nicht dass es zu Mißverständnissen kommt. Keinesfalls befürworte ich industrielle Biogasanlagen, die neben Mais-Monokulturen zu einer derartigen Verteuerung landwirtschaftlicher Flächen führen, dass sie in übermächtiger Konkurrenz zur Lebensmittelerzeugung stehen...
Ich könnte an dieser Stelle noch vieles über meine persönliche Einstellung schreiben, aber das ist nicht der Zweck dieser Seite. Hier soll nicht von der Motivation, sondern von unseren Erfahrungen beim Wechsel des Stromversorgers berichtet werden.
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Die Recherche:
Wir haben und zunächst eines bekannten Internetportals, zum Preisvergleich bedient. Folgende Einstellungen haben wir vorgenommen:
- Zunächt haben wir unsere Postleitzahl angegeben, da nicht jeder Stromversorger überall liefert.
- Wir haben Tarife mit Kaution deaktiviert, das heißt das Häkchen entfernt.
- Wir haben Tarife mit Vorauskasse dektiviert, das heißt das Häkchen entfernt. (Gerüchten zufolge soll es da Anbieter gegeben haben, die Ihre Tarife nur durch Neukundengewinnung halten konnten. Im Prinzip so etwas wie ein Schneeballsystem - da ja normalerweise verboten ist. Meines Wissens haben sich die Gerüchte nicht erhärtet. Ich selbst zahle aber ungern 12 Monate im Voraus...)
- Die berücksichtigung des einmaligen Bonus haben wir ebenfalls deaktiviert. (Der Bonus könnte das Bild verfälschen - zudem ist es wohl nicht ganz einfach zu ergründen wann man den denn nun bekommen kann).
- Wir haben das Häkchen bei "nur Ökostromtarife" gesetzt. Warum steht weiter oben....
- Wir haben "Nur Tarife mit Preisgarantie..." und "Nur Tarife mit Anmeldung..." deaktiviert.
Das erstaunliche Ergebnis ist, dass selbst bei diesen Einstellungen (bei den Standardeinstellungen, insbesondere bei Vorauskasse und mit Bonus sieht`s auf den ersten Blick noch günstiger aus) Ökostromanbieter günstiger sind aus unser bisheriger Stromversorger.
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Unser erstes Rechercheergebnis:
Unser bisheriger Anbieter:
Grundgebühr: 49,98 (brutto)/Jahr
kw/h: 24,395 Cent (brutto)
Ein Angebot:
Grundgebühr: 95,40(brutto)/Jahr
kw/h: 21,25 Cent (brutto)
Bei 3.800 kw/h / Jahr:
bisheriger Anbieter: 976,90 €/Jahr
Alternativangebot: 902,90 €/Jahr |
Weitergehende Recherche:
Da durch das genutzte Internetportal nur einige Informationen zur Verfügung standen haben wir uns noch einer bekannten Suchmaschiene bedient.
Folgende Vorteile wurden und auf der Internetseite des Anbieters in Aussicht gestellt:
-
100% Erneuerbare Energien
- Höchste Neuanlagenförderung
- Überwiegend deutscher Strom
-
Testsieger bei Stiftung Warentest
-
Testsieger bei Öko-Test
-
Grüner Strom Label in Gold
-
Preisgarantie bis 31.12.2011
-
Keine Mindestvertragslaufzeit
- Keine RECS-Zertifikate
- Keine Verflechtung mit Konzernen
Ein weiterer wichtiger Hinweis war den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) zu entnehmen. Die Abschlagszahlung erfolgt monatlich. Die Abrechnung jählich. Der Vertrag hat keine Mindestlaufzeit und kann von beiden Seiten, mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende gekündigt werden.
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Vertragsabschluss:
Die Internetseite bietet die Möglichkeit eine Online-Anmeldung. Da wir aber über unseren örtlichen Bioladen auf den Anbieter aufmerksam gemacht worden sind, werden wir die Antwortkarte aus dem Flyer nutzen. Das weitere Prozedere wird sich kaum unterscheiden. Ich bin sehr gespannt wie sich das Ganze entwicklet. Ich werde berichten |
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| Ende April 2011 erhielten wir eine Bestätigung unseres neuen Stromversorgers. Eine Woche später bestätigte (und bedauerte) der vorherige Stromversorger den Wechsel zum 01.06.2011. Beiliegend eine Karte mit der der Zählerstand zum Termin des Wechsels eingetragen werden sollte. Das werden wir dann auch mal tun. |
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| Bisher hat der Wechsel des Stromversorgers gerade mal 30 Minuten Zeit in Anspruch genommen. Alles lief bisher problemlos. Spannend wird lediglich noch die Schlussabrechnung des bisherigen Stromversorgers. |
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Letzte Aktualisierung:
17.05.2012
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