Beschreibung Schornsteinkopf für unseren Kamin mit Schieferplatten verkleiden

Schornsteinkopf mit Schiefer verkleiden

Vorüberlegungen zur Schornsteinverkleidung

Schornsteinkopf mit Schiefer

Wir mussten unseren Schornsteinkopf erneuern.

1997, als wir unser Dach neu gemacht hatten, haben wir unseren Schornsteinkopf nur mit Spanplatten verkleidet. Dann viel uns die Entscheidung bzgl. Material und Farbe der Schornsteinverkleidung außerordentlich schwer.

Als wir uns damals mit dem Thema Schornsteinverkleidung auseinandergesetzt haben, haben wir sehr auf Schornsteinverkleidungen geachtet. Schon erstaunlich wie lange wir dann die wirklich hässliche Spanplatte ignoriert haben. Da ungeschützte Spanplatte auch nicht wirklich witterungsbeständig ist, musste diese erneuert werden.

Hier ein wichtiger Hinweis: Dacharbeiten sind was für den Fachmann. Wir empfehlen dringend Dacharbeiten unbedingt vom Dachdecker oder Zimmermann ausführen zu lassen. Die haben so was gelernt.

Unterkonstruktion Schornsteinkopf

Unterkonstruktion der Schornsteinverkleidung

Unser Schornstein ist ein doppelter Schornstein. Das kleine Abgasrohr führt die Verbrennungsluft der Gas-Brennwerttherme nach außen. Zudem wird die Verbrennungsluft raumluftunabhängig von außen angesaugt. Das größere Rauchrohr rechts ist für unseren Kamin mit dem wir auch unser Brauchwasser und unseren Heizungsvorlauf erwärmen können.

Die Unterkonstruktion haben wir zunächst aus Dachlatten gemacht. Zwischen Dachlatten und Schornstein gibt es keine direkte Verbindung. Ein direkter Kontakt zwischen Unterkostruktion und Schornstein ist unbedingt zu vermeiden da die Unterkostruktion bei einem Schornsteinbrand Gefahr läuft ebenfalls Feuer zu fangen. Wer denkt dieses Risiko könne man eingehen: in unserer Nachbarschaft hatten wir bereits zwei Schornsteinbrände - echt beeindruckend. Die Unterkonstruktion wurde auf den Sparren aufgebaut und eine Luftschicht zwischen Unterkostruktion und dem Schornsteinkopf belassen.

OSB am Schornsteinkopf

Die 18 mm starken OSB Platten wurden dann auf die Unterkonstruktion geschraubt. Wir haben uns für OSB Platten entschieden, da diese erheblich witterungsbeständiger sind als Spanplatte und nicht so stark aufquellen, wenn sie feucht werden. Wenn man die Schieferbekleidung richtig macht kommt zwar kein Regenwasser an die OSB-Platte. In der Luftschicht zwischen Schornstein und Verkleidung kann es jedoch ja nach Witterung dennoch zu hoher Luftfeuchtigkeit und ggf. Tauwasseranfall kommen.

Wenn alle Seiten der Unterkostruktion für die Schornsteinverkleidung mit OSB-Platten verkleidet sind, hat man schon eine sehr stabile Konstruktion.

Anschließend konnten mit der Verkleidung mit Schieferplatten beginnen. Wir haben und für Schiefer entschieden, da das besser zu einem alten Fachwerkhaus passt. Ethernit geht natürlich auch.

Schiefertafeln anbringen

Schieferplatten anbringen

Die Schieferplatten werden diagonal - immer mit dem gleichen Versatz - mit Nägeln an der OSB Platte befestigt.

Der Versatz sollte möglichst von der Wetterseite weg ausgeführt werden. Im Bild zeigt die rechte Seite nach Süden.

Noch ein Grund den Fachmann zu beauftragen ist, dass man jede Menge Schieferplatten in Form bringen muss. Will man das auf dem Dach machen, braucht man viel Erfahrung und ggf. eine Konstruktion, die das Zuschlagen der Schieferplatten auf dem Dach ermöglicht. Eine ziemlich herausfordernde Angelegenheit. Der Nichtfachmann macht so was natürlich eher nicht auf dem Dach. Das bedeute jede Menge Rennerei.

 

Das richtige Werkzeug um Schiefer zu bearbeiten

Ein weiterer Grund einen Fachmann zu beauftragen ist die Schwierigkeit Schiefer zu bearbeiten. Neben einer Metallbrücke, die man braucht um die Platten in Form zu bringen benötigt man einen speziellen Hammer. Allein für die Anschaffungskosten dieses Werkzeugs kann ein Dachdecker schon ein bisschen arbeiten. Zudem muss man die Bearbeitung von Schiefer auch üben. Am Anfang geht da schon mal die eine oder andere Schieferplatte kaputt.

In unserem Fall benötigten wir ca. 100 Schieferplatten im Format 20 x 20 cm. Insgesamt benötigten wir für den neuen Schornsteinkopf ca. 6 Arbeitsstunden. Ein Fachmann ist sicher schneller. Also: Angebot vom Fachmann einholen.

Suchen Sie hier nach weiteren interessanten Themen und Beschreibungen.